Kreis der Legion of Legends schloss sich in der Schweiz

(Press Release from Hameln with pictures)

Der Rattenfänger von Hameln, Robin Hood (Nottingham/England) und Wilhelm Tell aus der Schweiz sind das Bündnis „Legion of Legends“ eingegangen und treffen sich zu besonderen Anlässen. Vom 21. – 23. Juli 2017 trafen die Legenden sich in der Schweiz bei Luzern am Vierwaldstätter See und damit schloss sich der Kreis. Dort wurde der Rütlischwur, zum 710. Mal begangen, der den Dreh- und Angelpunkt der Tell`schen Sage markiert und den berühmten „Apfelschuss“ hervorgerufen hat. Doch vordergründiger waren die erneute Gemeinschaft und der interkulturelle Austausch. „Legion of Legends“ soll weiter wachsen, so der Wunsch. Schottlands Braveheart, Frankreichs Jeanne D’Arc und Spaniens Don Quixote sind dabei u.v.a. Kandidaten. Die Idee: regelmäßige Treffen zu organisieren und dabei symbolisch ein Bild der Historie der starken Legenden des europäischen Kontinents zu demonstrieren.

Das lange Wochenende mit Tell und seinen Freunden war eine bereichernde Zeit: ein herzliches Willkommen im Rathaus Schwyz, ein interessanter Rundgang durchs Bundesbriefarchiv und ein erlebnisreicher Besuch der Schuler St. Jakobs-Kellerei in Schwyz mit Besichtigung ihrer Fass-Küferei und dem eindrucksvollen Weinkeller. Am zweiten Tag ging es auf Fahrt mit einem Rad-Dampfschiff nach Rütli, die Legenden leisteten dort „ihren“ Rütli-Schwur und setzten danach die Rundfahrt mit vielen Fanbegegnungen auf dem Vierwaldstätter See inkl. Urnersee nach Luzern fort, wo schon die Kanton Ratspräsidentin auf sie wartete. In Luzern tobte der Bär und Foto-Shooting war an jeder Ecke angesagt. Außerdem wurde die berühmte „Hohle Gasse“ besucht. Sonntag, den letzten Tag, ging es in den Goldauer Tierpark und im Anschluss mit der Rigi-Zahnradbahn auf eine überraschende Fahrt. Auf dem Rückweg besuchten sie in Gersau die einzigartige Armbrust-Werkstatt des „Tell“.

Am Wochenend-Treffen nahmen teil: Aus Hameln Rattenfänger-Darsteller Michael Boyer, aus Nottingham Tim Pollard (Robin Hood), Robert Sim (böser Sheriff) und Ratsfrau Jackie Morris und aus der Schweiz dabei waren Sepp Steiner (Wilhelm Tell), Christian Detterbeck (Landvogt Geßler) unterstützt von den drei Schweizer Gardisten Marco Pögen, Armin Nideröst und Bruno Fanchini sowie Hedwig Zangger, die Assistentin und Lebensgefährtin von Sepp Steiner.

Näheres zum Legenden-Wochenende:

Anreise Donnerstag Brunnen mit Willkommens- Apero im Brunner Hof-Bar und Lagebesprechung im Quartier, im City-Hotel.

Erster Tag Start: Die Schweizer Garde hat sich in Ihrer traditionellen Kluft eingefunden, von Kopf bis Fuß rot mit einem weißen Kreuz auf der Brust, mit Hellebarde, Schwert und einem metallenem Helm. Als Überraschung von dem geordertem Taxi-Unternehmen wurden die „Legion of Legends“ in einer weißen Stretch-Limousine Limosamt Garde vom Hotel zur Schwyzer Weinhandlung Schuler gefahren. Diese wird in 11. Generation geführt und ist mittlerweile 325 Jahre alt. Ein Sekt-Empfang mit anschließendem Snack und einer kl. Kostprobe von Weinen war vorbereitet und festlich durchgeführt worden. In der angeschlossenen Küferei wurde den Gästen demonstriert, wie ein Holzfass entsteht. Die Legenden verewigten sich auf dem frisch gebrandeten Fass Fassund bei der Besichtigung des Weinkellers gab es spontan im schummerigen Licht, vor Riesen-Holzfässern ein Fotoshooting. KellerDie Tell-Werkstatt siedelt gerade auf das Gelände der Weinhandlung um. Hintergrund ist, dass der Fortbestand der mittelalterlichen Werkstatt gesichert werden soll. Denn wie ein guter Wein ist mittlerweile Tell-Werkstatt-Leiter Sepp Steiner selbst in besten Jahren und freut sich über den Fortbestand durch die Weinhandlung Schuler.

Vor dem Bundesbrief-Museum, das zentrale Dokumentenarchiv, in dem der Bundesbrief von 1291 mit dem Original-Rütlischwur aufbewahrt wird, wurden die Legenden „standesgemäß“ auf der Treppen-Empore von zwei Alphorn-Bläsern empfangen. AlphoernerDAGIm Rathaus von Schwyz wurden die Legionärs von Regierungsrat Andreas Barraud und André Rüegsegger, von Touristikern sowie Pressevertretern empfangen, auch der Gemeinde-Präsident, Xaver Schuler, war anwesend. SchwyzIm Festsaal spielten anschließend der Rattenfänger, Robin Hood, Nottinghams Sheriff, Wilhelm Tell und Geßler dem ausgewähltem Publikum ihre Geschichte vor. RathausIm Weiteren brach Nottinghams Ratsfrau Jackie Morris eine Lanze für die kulturelle Vereinigung sowie für die nachhaltige Erweiterung und Festigung der „Legion of Legions“.Jackie

Zum Ausklang des ersten Tages folgte die Fahrt nach Schwanau, einem Ausflugslokal in einer Burganlage und Aussichtsturm mit Blick auf den Rigi auf einer kleinen Insel im Lauerzer See, welches nur mit einem Transfer-Boot erreicht werden kann. Dort entstanden herrliche Panoramabilder vor und hinter der Kamera – und die Spargelsuppe, entzückend in einem Schnapsglas serviert, samt weiterer raffinierter Gerichte wurden von allen als sehr wohlschmeckend gelobt.Insel

Am zweiten Tag fuhren die Legenden mit einem über 100 Jahre alten Raddampfer über den Vierwaldstätter See mit Kurs zum Rütli und gingen bergan zu dem Platz, wo der Rütlischwur vor 710 Jahren im Mantel der Dunkelheit stattgefunden haben soll. Die Garde rief zur Formation auf und dann „Attention“ folgte der große Moment: dort leisteten die Legenden nun jeweils in ihrer Landessprache den Schwur auf die Vereinigung der „Legion of Legends“. RuetliEtwas oberhalb des Platzes liegt die Rütli-Wiese. Die Wiese gehört allen Kindern der Schweiz (kein Staats-Eigentum). Dort ist auch ein Gasthof mit Panoramablick auf die „Mythen“ zu finden. Hornkühe am Hang und lauschige Plätze unter vielen Bäumen tragen hier zu der perfekten Idylle bei. Nahezu alle Schweizer Kinder fahren in ihrem Schulleben einmal mit der Klasse zu der Wiese, ähnlich wie nahezu alle niedersächsischen Kinder mal den Rattenfänger in Hameln besuchen. Auf der Weiterfahrt ging es auch an der Tell-Platte vorbei. Dort soll er der Sage nach vom Boot auf das Ufer gesprungen sein und dadurch dem Landvogt Geßler entgangen und seine Freiheit wieder erlangt haben. An einer Kapelle am Ufer wird die Begebenheit auf Bildern dargestellt.

In Luzern wurde die Delegation am Bootsanleger schon von der Kanton-Ratspräsidentin, Vroni Thalmann-Bieri, erwartet und ging mit Ihnen durch die Hafen-City, die am Uferrand gesäumt ist von vielen kleinen Geschäften und gastronomischen Einrichtungen. Eine verwinkelte Flussbrücke und Promenade mit hübscher barocker Altstadt direkt an der Reuss und dem Vierwaldstätter See, erklären warum viele asiatische Gäste den Weg in dieses Städtchen finden.Thalmann-Bieri Der Abend endete mit dem Besuch des Ratskellers mit angeschlossener Brauerei – wo sogar der Gang zur Toilette zum angenehmen Erlebnis wird – der Weg führt durch einen prachtvollen Hinterhof. Die Häuser sind um 1500 entstanden. Das Bad in der Menge genossen die Legenden sichtlich und allen Foto-Attacken hielten sie würdevoll Stand. LuzernTouristenAuf der Rücktour wurde halt an der „Hohlen Gasse“ gemacht, wo der Tell der Sage nach den Geßler tötete. Wie die Rütli-Wiese ist auch dieser Ort den Kindern der Schweiz zugesprochen worden. Die Gasse wurde wieder in ihren Ursprung versetzt, dazu musste eine moderne Schicht abgetragen werden – zur Finanzierung der Maßnahme mussten vor Zeiten dafür Kinder 20 Gulden in die Schule mitbringen. Schließlich wurden ein Grillplatz und eine Spielwiese sowie ein überdachter Informationsraum angelegt.

Am dritten Tag waren die Legenden in Goldau in einem Tierpark unterwegs, der in einem Bergsturz-Gelände angelegt wurde. 20170723_113107Das Gelände wurde weitestgehend so belassen und ausschließlich in der Region lebende Tiere werden im Tiergarten gehegt. Der Berg war 1806 abgegangen und hatte damals ein ganzes Dorf mit über 400 Menschen unter sich begraben.

Es ging zu Fuß weiter zur Rigi-Talstation wo schon Zugbegleiter Hanspeter Gloor verkleidet als Geschichtsschreiber der traditionellen Rigi-Bahn wartete. RigiBahnEin reich verziertes Schreibbuch des Jahres 1600 unter dem Arm (bei uns liegt so etwas gekühlt hinter Glas) mit Holzschnitzerei, Nieten und Goldrändern, begrüßte er die Ankömmlinge aufs Herzlichste. Die Zahnradbahn wurde das erste Mal 1871 in Betrieb genommen. Mit einer Steigung von 19,4 Prozent oder 1940 Promille fährt die Bahn auf 1800 Meter hinauf. Richtung Viznau sind es streckenweise 25 Prozent. Die Rigi-Bahner wollten die Fahrt mit den Legion of Legends zelebrieren und das gelang Ihnen: Bei dem Halt auf der Bergstation hingen sie einen klassischen alten Salonwagen an und eine „Baroness“, Carmen Brecht, bewirtete die Gäste. Wenn in der Schieflage auch das Einschenken der Getränke etwas abenteuerlich war, so schwappte aus den speziellen schiefen Gläsern nichts über. 20170723_171826Einziger Wehmutstropfen: Der Rigi hing an diesem Tag im Nebel.

Später bat noch Tell, alias Sepp Steiner, rein in seine gute Stube, der Tellschen Armbrust-Werkstatt: Neben dem altertümlichen Bau von Armbrüsten, die von ihm in altmodischer Methode hergestellt werden, demonstrierte er Informativ und unterhaltsam eine Hand-Drechselbank, einen Hand-Bohrer und eine Seil–Maschine aus der Zeit des Mittelalters.Werkstatt Zum Abschluss hatte Tell Geschenke für die Gäste: Er überreichte Schneidebretter aus Holz mit ausgeschnittenem Rigi-Panorama samt Schweizer Messer zudem lokale Salami und von einem Gersauer Partner handgewebte Handtücher mit eingewebten Wilhelm-Tell-Motiv.

Vendelin Coray, Tourismuschef vom Kanton Schwyz, lobte Christian Detterbeck für die gelungene Ausarbeitung des Programms des Legenden-Wochenendes und wird es als Grundlage für eine Tell-Tour weiter verwenden. „Dieses emotionale Erleben der Schweiz kann wirklich nur perfekt in der zentralen Schweiz erlebt werden“, so abschließend Tells Assistentin Hedwig Zangger. GersauDie Legion of Legions trennten sich im Gersauer Landgasthaus „Tübli“ in aller Freundschaft und gerne zahlte der „geläuterte“ Landvogt Geßler die Zeche mit einem vollen Sack freier Gersauer Gulden.Gulden

Weitere Informationen:

Rückschau:

Rattenfänger-Darsteller Michael Boyer und Wilhelm Tell alias Sepp Steiner waren erstmalig 2015 nach Nottingham/England gereist, um mit Robin Hood, dargestellt von Tim Pollard, den „Robin Hood Day“ zu feiern. Dann kam es am „Hamelner Pfeifer Tag“ (Auszug der Kinder zu Hameln 26. 6.1284) im Rahmen von Grimm-Jubiläums-Feierlichkeiten (#Sagenhaft 200 Jahre Deutsche Sagen der Brüder Grimm) 2016 in Hameln zum erneuten „meet and greet“ der weltbekannten Größen. Auch die Legende von Wilhelm Tell ist von den Grimms erfasst im 2. Band, der 1818 erschien, so dass die Schweizer mit ihrem Nationalheld 2018 einen weiteren Anlass zum Feiern haben.

Der berühmte Apfelschuss:

In der Tell-Sage ist es sein Sohn, dem er die Frucht vom Kopfe schießen musste – aus reiner Schikane des Landgrafen Geßlers im Jahre 1307 (Rütlischwur laut Tschudis «Chronicon Helveticum» ).

Wilhelm Tell Darsteller Sepp Steiner ist passionierter Tüftler und hat eine Apparatur in einer Holz-Box konstruiert, die im richtigen Moment von innen einen Pfeil durch einen Apfel jagt. Er nutzt für den „Apfelschuss“ eine 450-Jahre alte Armbrust mit einem handgeschnitzten Holzpfeil der flechtenartigen Windungen hat. Der hochgewachsene Schweizer mit Rauschebart arbeitet ehrenamtlich in der mittelalterlichen Werkstatt in Gersau bei Luzern am Vierwaldstätter See. Dort bietet er auch Gästeführungen zum Thema Wilhelm Tell an.

Pressebilder zum Download (Veröffentlichung frei mit jeweils vermerkten Copyright) unter: https://www.hameln.de/index.php?id=1463&L=0

©HamelnMarketing

 

Aufnahmen vom Fotografen Dag Hakon Hellevik:

https://pilzie.smugmug.com/Tell-and-friends

©Dag Hakon Hellevik

 

Zum Video Wilhelm Tells Armbrustwerkstatt: https://youtu.be/6KS2I287XKo

Presse-Kontakt: Anastasia Patsiarizis, PR-Assistenz, Hameln Marketing und Tourismus GmbH, Deisterallee 1, 31785 Hameln, Tel.: 05151 9578-29, E-Mail: Anastasia.Patsiarizis@hameln-tourismus.de

 

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